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Interview mit unserem Gesundheitspartner „Marion Sindern – Heilpraktikerin Osteopathie, Physiotherapie & Komplementärmedizin Auf der Bult“

Seit 2014 vertrauen die TKH Basketball Damen auf Marion Sindern, unserer Gesundheitspartnerin, mit Ihrer Praxis für Osteopathie, Physiotherapie und Komplementärmedizin Auf der Bult. Ein operativer Eingriff kommt erst als letzte Option/Konsequenz infrage. Daher wollen wir die Osteopathin mit ihrem Partner Peter Brochwicz und Ihre „osteopathisch-und komplemtärmedizinischen Behandlungsmethoden“ vorstellen:

1. Hallo Marion Sindern und Peter Brochwicz, stellen Sie sich und die Praxis bitte in 2-3 Sätzen vor.

Marion Sindern: Das übernehme ich gerne für uns beide: Im Jahr 2006 habe ich mich nach zahlreichen Studien, Aus- und Weiterbildungen, u.a. zur Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin, selbstständig gemacht. Mit meiner Praxis auf der Bult (Bischofsholer Damm 74) habe ich mir einen Traum realisiert. Seit 2017 unterstützt mich Peter Brochwicz in der Praxis, der auch auf eine langjährige Berufserfahrung und – Fortbildungsreihe, u.a. im Bereich Osteopathie und Physiotherapie, zurückschauen kann.

 

2. Vielen Dank für den kurzen Einblick. Wie kommen Sie zu den TKH Basketball Damen? Womit hat alles angefangen?

Marion Sindern: Diese Geschichte ist nicht sonderlich spektakulär. Ich kenne Rodger (Sponsor und Trainer Rüdiger Battersby, d. Redaktion) persönlich etwas länger. Schließlich wollte Rodger einen umfangreicheren Blick für seine Spielerinnen haben und die letzten Prozentpunkte an Leistung herauskitzeln. Aber dazu später mehr…

 

3. Das klingt interessant. Die drei „Begriffe“, für die die Praxis steht, Osteopathie, Physiotherapie und Komplementärmedizin, erfuhren in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung, weil man den Menschen einfach gesagt komplett betrachtet. Wie finden Sie das und können Sie uns beispielhaft erklären, wie der menschliche Körper überhaupt tickt?

Peter Brochwicz: Der Mensch funktioniert ähnlich einem Uhrwerk. Jede Körperfunktion greift sensibel, rhythmisch und fein getaktet in eine andere größere oder kleinere Körperfunktion hinein. Das heißt Ihr Bewegungsapparat steht u.a. mit dem Inneren Ihres Körpers in direkter oder indirekter Verbindung, dieses Innere wird wiederum stark von dem, was sie täglich zu sich nehmen (Ernährung, Medikamente, Ergänzungsmittel, Hormone und wie Sie sich bewegen) positiv wie negativ beeinflusst.

Um noch konkreter zu werden: Stellen Sie sich vor sie haben Rückenschmerzen. Eine mögliche Ursache kann eine Unverträglichkeit gegenüber einem bestimmten Nahrungsmittel oder einem Bestandteil der Nahrung sein. Wie kann das sein?

Wenn Sie etwas zu sich nehmen, dass Ihr Darm nicht gut verstoffwechseln oder verdauen kann, kann es zu einem Stau innerhalb des Darms kommen. Dieser Stau verursacht einen Platzbedarf. Nun kann es passieren, dass Ihr Bewegungsapparat daraufhin reagiert und das knöcherne Becken (Darmbein) Platz schafft, in dem es sich nach unten und außen verschiebt. Dieses Becken ist seinerseits mit der unteren Lendenwirbelsäule über feste Bänder verbunden, so dass es in der Folge zu Blockierungen und Verspannungen des Rückens kommen kann.

Dieses ist nur ein Beispiel, das Ihnen zeigen soll, dass es sich lohnt etwas über den Tellerrand des Bewegungsapparates und der lokalen Problematik hinauszugehen.

 

4. Regelmäßig verletzen sich Sportler im Leistungssport. Auch Sie müssen sich natürlich an die ärztliche Schweigepflicht halten. Aber vielleicht können Sie 2-3 Andeutungen machen: Wie reagieren Sie nun auf die Verletzung von Basketballspielerinnen im Speziellen? Gibt es ein „Standardrezept“ gegen Verletzungen aller Art?

Marion Sindern: Nein, ein Standardrezept gibt es nicht. Jede Verletzung ist unterschiedlich und jeder Körper kann auf die Verletzung unterschiedlich reagieren.

Deswegen lassen wir vor jeder Saison die Spielerinnen einen Fragebogen ausfüllen. Der soll dazu dienen, um mögliche Vorerkrankungen und Verletzungen kennenzulernen, um so möglicherweise auf die jetzige Situation schneller und zielgerichteter reagieren zu können. Außerdem klärt sich so, ob die Spielerin regelmäßig Tabletten/ Pillen nimmt, usw.

 

5. Wie unterscheiden sich Ihre Behandlungsmethoden zu den „herkömmlichen“?

Peter Brochwicz: Um eins vorwegzunehmen: Wir stehen nicht in der „Konkurrenz“ zur sportmedizinischen Untersuchung und sind nicht dessen Ersatz. Besser gesagt sind Osteopathen gefragt, wenn die Behandlung „nicht weitergeht“. Einfach gesagt, schaut die klassische Schulmedizin auf die verletzte oder schmerzhafte Struktur des Körpers und die Osteopathie unter anderem auf das funktionelle Zusammenspiel im Körper.

Wir stellen häufig Fragen, die keiner stellt und betrachten den Menschen ganzheitlich: Im Vordergrund stehen für Osteopathen 1.der komplette Bewegungsapparat 2. Das Organ- und Hormonsystem 3. Der Schädel mit seinen Kiefergelenken und die Ernährung. Ganzheitliche Kettenreaktionen sollen dabei zum Vorschein kommen.

 

6. Zum Abschluss kurz zusammengefasst: Was sind die Ziele der Osteopathie, bezogen auf den Leistungssport?

Marion Sindern: Nur zwei Stichpunkte: Leistungssteigerung und eine verbesserte/ verkürzte  Regeneration

Beides resultiert aus einer ganzheitlichen Betrachtung des Körpers, welches auf das Zusammenspiel der einzelnen Funktionen aufeinander im Körper achtet.

 

7. Vielen Dank euch beiden für Eure Zeit und alles Gute weiterhin für die Zukunft.

Marion Sindern: Vielen Dank und ebenfalls alles Gute.

Peter Brochwicz: Dankeschön.

 

Das Interview führte Daniel Klapproth.