Die Nummer 1 im Norden sind WIR!!!

Kann nicht jeder Spieltag Derby sein?

Heimspielpremiere in der Birkenstraße. Nach dem großen Season Opening, was ja auch ein Heimspiel war, bei dem die Turnschwestern allerdings in der Swiss Life Hall spielen durften, ging es nun in den Heimspiel – „Alltag“. Dieser erwies sich jedoch nicht als grau in grau, sondern spannend und abwechslungsreich. Großen Anteil daran hatten heute Peek und Pulk, welches nicht etwa Wetterhochs oder schwedische Einrichtungsgegenstände sind. Aber fangen wir mal ganz von vorne an. Es geht um das dritte Saisonspiel in der 1. DBBL – TKH gegen flippobaskets Göttingen. Göttingen reist mit Rückenwind vom Sieg gegen Herne an, der TKH schwebt nach den beiden Derby Siegen gegen Braunschweig (Pokal) und Osnabrück (Liga) auf Wolke 7. Wo würden sich die beiden Teams also treffen? Ziemlich genau auf Augenhöhe. Man möchte (oder eigentlich nicht) es schon fast typisch nennen, dass Hannover erstmal ins Hintertreffen gerät und Göttingen mit einem 8:4 in Führung geht. Dann macht sich aber der Heimcourt Vorteil bemerkbar und zunächst Gardner, anschließend Thimm treffen von der Dreipunktelinie. Göttingen ist jedoch streckenweise konzentrierter und auch schneller unterwegs. Sie gewinnen das erste Viertel 22:17. Doch auch als das zweite Viertel für Hannover verloren geht, steckt noch keiner der Spielerinnen den Kopf in den Sand, denn man kann mittlerweile aus Erfahrung sprechen, dass es in der zweiten Halbzeit besser laufen wird.

Einzige Bedrohung zu diesem Zeitpunkt – die Foulbelastung der Hannoveranerinnen. Marleen Peek hatte schon vier Fouls, Janne Pulk drei. Beide machten aber ein ausgezeichnetes Spiel, Peek fand immer wieder Lücken in der Göttinger Zone, Pulk sah an der Dreierlinie Licht und netzte von außen ein. Ein Lichtblick an diesem kalten hannoverschen Nachmittag war es für Trainerin Gallova auch, dass sich andere Akteure als Sasha Tarasava für die Punktebeigabe zuständig fühlten. Birte Thimm scorte zweistellig und verteidigte stark, indem sie zwei Offensivfouls annahm.

In der zweiten Halbzeit stellten die Turnschwestern dann streckenweise auf eine Zonenverteidigung um. was die Göttinger Damen sichtbar verwirrte. Trainer Lojo holte sich ein technisches Foul ab, Crowder (sonst ein sehr gutes Spiel) ließ sich auf einmal stealen und Morton kassierte mehrere Foulpfiffe. Hannover ließ es diesmal im dritten Viertel noch langsam angehen, gewann zwar das Viertel, lag jedoch zurück: 47:50.

Im letzten Spielabschnitt zeigte auch Göttingen seine Zonenverteidigung, die allerdings nicht so erfolgreich ausgespielt wurde. Hannover fand die Lücken an der Dreierlinie und konnte durch geschicktes cut and pass freie Würfe kreieren. Über den 52:52 Ausgleich ging es eine Weile hin und her, bei dem die Zuschauer Gallovas „Handballtaktik“ bewundern konnten. Diese wechselte jeweils zwischen Stammberger (Defense) und Tarasava (Offense) je nach Angriffsrecht ab. Diese Taktik schien aufzugehen, Defense Ass Stammberger machte den Göttinger Spielerinnen das scoren schwer. Es ging noch bis zum 61:61, bevor Hanover sich endgültig absetzen konnte. Göttingen versuchte es kurzzeitig mit Stop the clock Spiel, doch der TKH traf seine Freiwürfe mustergültig und gewann letztendlich mit 72:63.

Ein schöner Abschluss der Derby Wochen, doch um unsere Frage von oben zu beantworten: Nein, wir spielen ja nicht Kreisklasse und deshalb dürfen die Gegner auch mal von etwas weiter anreisen. Zum Beispiel aus dem schönen Breisgau, wo die Eisvögel beheimatet sind. Für den nächsten Sonntag, 13. Oktober sind nicht allzu kalte Temperaturen im Norden angesagt, also kommt um 16Uhr erneut in die Birkenstraße, um den Gegnern richtig einzuheizen! Wohlfühlatmosphäre soll es nur für die Turnschwestern geben, die es sich mit einem Sieg im oberen Tabellendrittel gemütlich machen wollen.

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