Lasst uns froh und munter sein…

…denn die Turnschwestern gewinnen ihr letztes Heimspiel in 2019 und sind ungeschlagen im sogenannten „Birkendome“. Es war bei weitem keine Stille Nacht, die die Marburgerinnen in Hannover erwartete. Vor der Halle Foodtrucks, die Burger und Crêpes verkauften, im Vorraum gab es Glühwein und auch in der Halle selbst ging es zu wie beim Basar mit handgemachtem Schmuck und Schals. Dies lud fast ganz Hannover ein und auch aus Marburg haben viele diese lohnenswerte Reise mitgemacht, sodass die Halle fast aus allen Nähten platzte. Und Oh du fröhliche, es ging gleich gut los beim Spiel des Tabellenzweiten gegen den Achten. Hannover hatte den verlorenen Tip-Off noch nicht verdaut, da scorte Theresa Simon schon für 2, bevor Janne Pulk dann aber mit einem Dreier für Hannover antwortete.Marburg, die verletzungsbedingt zwar auf große Tannen- äh Center verzichten mussten, schossen gleich mal alle Kerzen des Adventskranzes von jenseits der Dreipunktelinie aus. Wagner und Baker waren beide gut aufgelegt und erhielten zu oft zu viel Platz von den „festgewachsenen“ Niedersächsinnen.Doch auch die Turnschwestern konnten regelmäßig antworten und so stand es am Ende des 1. Viertels 23:23.Wie alle Spiele wieder, ging zunächst nicht der eigentliche Plan der Mannschaft auf über die Großen zu spielen, stattdessen spielte man das Spiel der Gegner – schnelle Abschlüsse, eher von den „Kleinen“.Im zweiten Viertel lief es dann aber besser für die Turnschwestern, die sich ein paar Punkte Vorsprung herausspielen konnten. Einige Punkte steuerte in diesen Minuten Marleen Peek dazu, bevor sie jedoch bereits in der 14. Minute mit vier Fouls auf der Bank Platz nehmen musste.So war es wieder nix mit dem Centerplay, dafür hieß es dann aber: Süßer die Gardner nie klingen, „SG“ übernahm das Scoring und half dem TKH das zweite Viertel mit zwei Punkten für sich zu entscheiden. Halbzeit: 40:38.In der zweiten Halbzeit kam ganz überraschend vom Himmel hoch – gleich mal das fünfte Foul für Marleen Peek her und ließ sie den Rest des Spiels von der Bank aus zuschauen.Doch da hatten sich Teja Gorsic und Birte Thimm anscheinend besonnen, wie man das mit dem Aufposten gegen kleinere und schmalere Gegner so macht und wurden fortan von den Flügel- und Aufbauspielerinnen gesucht und gefunden. Sie scorten nun Klingglöckchen klingelingeling froh und munter vor sich hin und sorgten für ein erneut gewonnenes drittes Viertel 65:62.Im vierten Viertel ging es dann richtig ab, angeführt von Sasha Tarasava, die bis dahin eher leise dahin rieselte, zu einer zwischenzeitlichen 12 Punkte Führung.Die Auszeit der Marburgerinnen schien zu fruchten, der Vorsprung schmolz auf einen Punkt dahin. Kathie Yohn schien die Hitze aus Australien dafür mit einem Goldhändchen mitgebracht zu haben, schoss sich gerade an der Dreierlinie warm, ehe sie von Coach Unger ausgewechselt wurde. Der Birkendome kochte jedenfalls und das Spiel stand auf Messers Schneide.Wie immer dauerten die letzten zwei Spielminuten gefühlt länger als das gesamte Spiel, es passierten die kleinen Dinge, die unscheinbar wirken aber am Ende das Spiel entscheiden: ein Rebound, der Stephanie Wagner unglücklich ins Aus kugelt, ein kluger Zug zum Korb von Simon, bei dem allerdings der Foulpfiff ausbleibt und im Gegenzug ein kleinlich gepfiffenes Foul im offenen Feld beim Ballvortrag. Diesmal spielte das Schicksal den Hannoveranerinnen in die Hände und so wurde es am Ende dank erfolgreichem Stop the Clock Spiel ein 94:87 Sieg, der dem TKH weiterhin den zweiten Tabellenplatz beschert.Danke an Marburg für die tolle Atmosphäre zum letzten Heimspieltag, Respekt vor der klasse Leistung trotz fehlender Centerspielerinnen und Genesungswünsche an die Verletzten.Für die Turnschwestern geht es nun nochmal in die weite Welt für die letzten beiden Spiele im Jahr 2019. Zunächst kommt es zum Topspiel in Keltern, beim Tabellenersten, der bisher ungeschlagen ist. Jedoch zitterte sich Keltern in den letzten beiden Spielen jeweils mit einem Punkt und einmal in Overtime zum Sieg. Mal sehen ob die Sterne bereits kalte Füße haben und dort für die TKH Damen ein Geschenk unterm Baum liegt?Kurz vor Weihnachten geht es dann in den Süden. Die Flüge der Importspielerinnen sind ab München gebucht, da kann man doch nochmal kurz in Wasserburg vorbeischauen und sich eventuell für die Niederlage im großen Season Opening revanchieren. Aber das sind alles Zukunftspläne, wir gönnen uns noch einen Glühwein auf den Sieg und schunkeln zu Last Christmas…

Let´s go TKH 

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