Kategorie: Allgemein

Herne – gerne?

Puh, das hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Eigentlich sollte hier ein enthusiastischer Vorbericht auf das kommende Heimspiel stehen. Einer der Neujahrsvorsätze war doch endlich mal das nordische Understatement sein lassen und ´n bisschen südliches Selbstbewusstsein (im Dezember hätten wir noch von Großkotzigkeit gesprochen) an den Tag legen. Aber ja, dann kam das Göttingenspiel, nun kommt Herne, einer der Gegner gegen die man schon in der Hinrunde verloren hat, einer der wenigen… und die sind nun auch noch einen Platz vor den Turnschwestern in der Tabelle und schon… fängt das Zittern wieder an. Da möchte man gar nicht so mia san mia mäßig auf die Kacke hauen. 

Klar, alle sind gesund, es gibt sogar eine neue Spielerin in den Reihen und im Birkendome ist der TKH sowieso eine Macht. Aber, aber, aber … so richtig überschwänglich ist hier keiner. Lieber kleine Brötchen backen. Das können wir Hannoveraner*innen eben. Erstmal gucken. Herne – Vorjahresmeister. Gut, für´s Final Four haben sie sich dieses Jahr nicht qualifiziert, wir schon. Die ein oder andere Niederlage haben sie ebenfalls einstecken müssen – sind eigentlich auch nur punktgleich mit den Turnschwestern. Vielleicht läuft es ja darüber: gewinnt der TKH, gleicht das einem vier Punktespiel. Also wen das nicht motiviert?!? 

Nun gut, wir haben`s probiert, vielleicht überzeugt ihr euch einfach selbst!  Wir setzen alles auf ROT! Zieht euch etwas rotes an und baut als 6.er Mann/Frau die rote Wand auf.

Sonntag, 26.01. gewohnte Zeit: 16 Uhr im Birkendome.

Let`s go TKH  

Göttingen wird zum Favoritenschreck

Das Spiel Göttingen gegen Hannover war ein echter Kracher. Beide Teams spielten über lange Zeit gleichauf. Sie fokussierten sich dabei auf die Defense, sodass der Punktestand extrem niedrig blieb. Das liegt den Turnschwestern ja so gar nicht und so wurde es dann hinten raus mal wieder sehr eng. Im vierten Viertel übernahm Göttingen erstmals die Führung. Hannover, die bekannt dafür sind solche Spiele noch zu drehen, schaffte es dann auch mit der letzten Sekunde den Ausgleich zu erzielen. Fast hätte es auch zum knappen Sieg gereicht, wenn Birte Thimm da beim letzten Wurf noch den Bonusfreiwurf zugesprochen bekommen hätte. Hannover freute sich über den Ausgleich wie über einen Sieg und verzichtete dann darauf die Overtime mitzuspielen.
Göttingen erreichte in 5 Minuten 5 gegen 0 ganze 9 Punkte und gewann dann Überraschung Überraschung mit 59:50.
Für den TKH bedeutet diese Niederlage in der Tabelle erstmal wieder den Fall auf Platz 5. Jedoch immer noch Punktgleich mit Platz 3 und 4. Nächste Woche steht zum Glück wieder ein Heimspiel an, dann mit Morgan Pullins als Verstärkung. Aufgeben ist keine Option!
Let‘s Go TKH

Good ol‘ Göttingen

Hannover vs. Göttingen.

Ein Klassiker im Basketball, schon die jüngsten Korbjäger der Landeshauptstadt lernen früh den Duft des Felix Klein Gymnasiums kennen. Auch in Ober- und Regioligen sowie im Damen und Herrenbereich sind die Matches jedes Jahr Standard. Selten gab es ein Jahr, in dem die Turnschwestern nicht auf die Göttinger Mädels trafen. In den letzten Jahren war es schon fast Tradition im letzten Spiel vor Weihnachten zur Gänseliesel zu fahren und dort vor vollem Haus eine tolle Basketballshow zu zeigen. Bevor wir zu tief in Erinnerungen schwelgen und womöglich noch irgendwo in der alten Klamottenkiste einen lila-weißen Fanschal entdecken, der mal „aus Versehen“ in der falschen Trikottasche gelandet ist, gucken wir nach vorne und schauen was uns diesen Sonntag, 19.1. erwartet. 

Die Turnschwestern dürfen diesmal im Januar in Göttingen ran. Der TKH flippt fast aus vor Vorfreude, die Göttinger flippo mit. 

Alte Bekannte gibt es jedoch auf Göttinger Seite eher wenige – klar Jennifer Crowder wird wohl auch noch 20 Jahre ihrer Heimatstadt treu bleiben, ansonsten gibt es viele Importe von hier und da und einige Nachwuchstalente. 

Göttingen hat zuletzt mit einem Paukenschlag für Furore gesorgt, als sie den amtierenden Meister Herne auch im Rückspiel besiegten. Beim Hinspiel dachten einige noch an einen Glückscoup, doch mit dem zweiten Sieg untermauerten die Göttingerinnen ihre Qualität. 

Jetzt rangieren sie auf dem 7. Tabellenplatz, das Hinspiel gewannen die Turnschwestern während der „Derby-Wochen“ mit 72:63. 

Dieses Ergebnis plus der wiedererkämpfte dritte Tabellenplatz machen die Damen aus Hannover natürlich optimistisch, dass es auch in Göttingen zu einem Sieg reichen könnte. 

Weiteren Grund zur Vorfreude sorgte in diesen Tagen Chef R. Battersby, der die Botschaft einer Nachverpflichtung überbrachte. Morgan Pullins kommt aus den USA über Athen (letzte Station) zum TKH und soll als Small Forward beim nächsten Heimspiel erstmals auf Punktejagd gehen. Bis dahin lernt sie ihre Mitspielerinnen noch ein wenig im Training kennen. 

Ansonsten sind alle Spielerinnen wohlauf und heiß auf ein letztes Derby für diese Saison!

Let’s Go TKH 

The Queen has left the building

Also ja, das hatte nix Royales, was Saarlouis da gestern in Hannover gezeigt hat. Den höchsten Sieg der Saison verbuchte der TKH mit dem 90:66 gegen den Tabellenletzten. Es hätte auch noch höher ausfallen können, die letzten sechs Punkte waren Ergebniskosmetik. 

Hannover startete eigentlich wie immer ins Game mit einem leichten Rückstand.. 2:7 stand es nach den ersten Minuten und manch einer war erstaunt von der selbstbewussten Leistung des Kellerkinds. Die Turnschwestern zeigten sich jedoch kein Stück beeindruckt und spulten ihr Programm ab: ein, zwei Alleingänge von Sasha Tarasava, entdecken, dass man auch mit den Centern spielen kann (vor allen Dingen nachdem Saarlouis durch die Auswechslung von Brichacova keine Spielerin über 1,80 mehr auf dem Feld hatte) und schwuppdiwupp stand es 12:9. Als dann auch noch „SG“ Gardner entdeckte, dass das ‚S‘ für shooting steht, gab es kein Halten mehr. Das Viertel endete 27:12. 

Zweites Viertel – ähnliches Bild: Saarlouis zunächst gleichauf, dann Auswechslung Brichacova- Einbruch. Halbzeit 46:30. 

Ein gemütliches Polster für das Team von Trainerin Gallova, die sich über einen Sieg zum Geburtstag natürlich am Meisten freuen würde. Zu ihrem Ehrentage zeigte sie sich auch großzügig was die Spielzeit einiger Bankdrücker anging. Hannah Brown und Karo Tzokov kamen beide auf knapp 15 Minuten und wussten dabei zu überzeugen. 

In der zweiten Halbzeit gelang den Royals kaum noch etwas, dann kam auch noch Pech dazu. Hannover startete ein Feuerwerk, insbesondere von der Dreierlinie trafen Gardner und Tarasava hochprozentig. Mit einer zwischenzeitlichen Führung von 30 Punkten war der Drops früh gelutscht. Beide Mannschaften probierten einige Spielvarianten, so dass man streckenweise das Gefühl hatte, es handelt sich um ein Trainingsspiel zwischen erster und zweiter Mannschaft. 

Viel mehr gibt es über die Royals nicht zu berichten. Spannendere News erwarten wir dann demnächst von Tessa Stammberger und Hannah Brown, wenn sie sich in ihrer Heimat mit Meghan und Harry zum Tee treffen. 

Bis dahin freuen wir uns auf ein weiteres Derby am Sonntag in Göttingen. 

Let’s Go TKH 

Wir sind keine Royals….

…oder Kings, wir feiern uns so wie wir sind!

Der TKH steht zur Zeit auf dem 5. Tabellenplatz und fühlt sich nicht schlecht dabei. Keine Frage, keiner würde „Nein“ dazu sagen, wenn die Mannschaft wieder weiter oben stehen würde, so wie vor Weihnachten. Aber man muss eben nicht „King“ sein, um sich gut zu fühlen. Die Turnschwestern haben nun eben diese königlichen Gegner zu Besuch, bei denen es im Moment allerdings auch alles andere als rosig aussieht. Die Saarlouis Royals stehen auf dem letzten Tabellenplatz und sind ein Team mitten im Umbruch. Während der Saison kamen und gingen bereits einige Spielerinnen, der Coach wurde ebenfalls gefeuert und Erfolgserlebnisse bleiben aus. Gute Aussichten also für den TKH das Jahr mit einem Heimsieg zu starten. Nach dem Pokalerfolg in Osnabrück letzte Woche, freut man sich auf das erste „richtige“ Spiel in 2020.

Zudem sind die Turnschwestern in ihrer Heimhalle dem Birkendome die komplette Saison ungeschlagen und zählen auf die Unterstützung ihrer Fans. 

Weiteren Support bekommen sind nun auch wieder von Tijana Cukic. Der Point Guard hat seine Verletzung auskuriert und steht dem Team wieder zur Verfügung. 

Nichtsdestotrotz wissen die Niedersachsen besser als alle anderen „Hochmut kommt vor dem Fall“, das Hinspiel war nicht gerade eine Glanzleistung und wurde eher glücklich gewonnen. Das soll am Sonntag auf jeden Fall anders laufen. Gegen enge Spiele hat keiner was, aber ein Kantersieg wäre natürlich auch schön. 

Nochmal zum Mitschreiben: Sonntag, 12.01. um 16Uhr im Birkendome. 

Let´s go TKH 

TOP 4 wir kommen!

Tadadadaaaaa – TKH gewinnt das Viertelfinale im Pokalderby gegen Osnabrück mit 72:68. 

Ja, so haben sich das wohl alle gewünscht – ein packendes Duell auf Augenhöhe, das lange Zeit das Heimteam vorne sah, um dann am Ende nochmal richtig eng und knackig zu werden. Nur den Ausgang des Spiels hätten sich wohl einige anders erhofft. Am Ende siegte die Erfahrung, nicht nur in Spielen und Jahren, sondern vor allen Dingen die der knappen Spiele. Die Turnschwestern zeigten sich besonders in den letzten vier Minuten einfach abgezockter als die jungen Osna-Mädels. Zudem wog das Gewicht aus dem Sieg im Saisonspiel natürlich auch noch einiges. 

So kann man auch schon mal zur Halbzeit mit elf Punkten hinten liegen. Der TKH ließ sich davon jedoch nicht ernüchtern, startete mit einem 8:0 Lauf und zeigte wieder einmal, dass Sashi Tarasava „es kann“, wie auch der Streamsprecher ein ums andere mal anzumerken wusste. Ihr „signature move“- der 3er nach Fastbreak gelang oft genug, um die Hannoveranerinnen in Führung zu schießen und als dann auch noch Teja Gorsic heiß lief, gab es kein Halten mehr. 

Tarasava schloss das dritte Viertel mit einem Buzzerbeater aus 11 Metern ab, der definitiv als Tor des Monats in der Tagesschau gewürdigt werden sollte. Damit ging der TkH mit einer 53:51 Führung ins letzte Viertel und konnte sich ab der 36. Minute auf zeitweise acht Punkte absetzen. Trotz einiger Ballverluste und einem großen Loch in der Fullcourtverteidigung schaffte es der OSC nicht diesen Vorsprung einzuholen. 

Dank zahlreicher lauthalser Unterstützung aus der Landeshauptstadt behielt das Team von Tatiana Gallova am Ende die Überhand und zieht wie schon oben erwähnt ins TOP4 Turnier ein. 

Bis dahin freuen wir uns aber auf eine erfolgreiche Rückrunde, die schon am Sonntag, 12.1. mit einem Heimspiel weitergeht. 

Vorbericht folgt! 

Let‘s Go TKH 

Rache der Turnschwestern misslingt

TKH Damen verlieren 72:88 in Wasserburg.


Das hatten sich die Turnschwestern anders vorgestellt. Aus den Lautsprechern tönte „Last Christmas“ die Laune der Spielerinnen war  trotz der langen Fahrt gut, es war also alles angerichtet für das Spitzenspiel beim TSV 1880 Wasserburg, gegen den es die schmerzliche Niederlage beim Season Opening gesetzt hatte.


Das Spiel begann dann auch munter, beide Mannschaften suchten schnelle Abschlüsse und zeigten gute Aktionen zum Korb. Doch dann setzte sich der Tabellenzweite nach und nach ab, zunächst Betrug der Rückstand immer um die 6 Punkte, zur Pause waren es dann allerdings schon 12 Punkte.
Finaler Knackpunkt war dann das dritte Viertel, welches mit 13 Punkten verloren ging und somit ein 25 Punkte Rückstand zu Beginn des letzten Spielabschnittes auf der Anzeigetafel stand. Im letzten Viertel versuchten die Turnschwestern ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben, aber das kam eher einem Ankämpfen gegen Windmühlen gleich und änderte am Spielausgang nichts mehr.


Im neuen Jahr steht dann als erstes das Pokalviertelfinalspiel in Osnabrück an.


Wir wünschen auf diesem Wege allen TKH Fans ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Kalt, Kälter, Keltern

Nach einer gemütlichen Nacht in der Residenz von Pforzheim starteten die Turnschwestern am letzten Sonntag den Anstieg auf den Berg Keltern. Dort trafen sie auf die Sterne, die dank ungeschlagener Leistung an der Tabellenspitze stehen.Im ersten Viertel wurden die Damen des TKHs förmlich überrannt. Keltern spielte mit so hoher Geschwindigkeit, dass man als Zuschauer am Stream dachte, das Spiel liefe im Fast Forward Modus. Mit sauschnellen Abschlüssen, die man eigentlich nur von Sasha Tarasava kennt (Fast Break 3er), arbeiteten sich die Hausdamen einen Vorsprung heraus.Im zweiten Viertel änderte Coach Gallova dann einiges – Verteidigung, Spielzeiten, Aufstellungskonstellationen. Und siehe da: Hannover hielt auf einmal mit, konnte das Viertel sogar gewinnen und verkürzte auf Minus 2. Mit 34:32 ging es in die Halbzeit und endlich wurde es zu dem Topspiel, das man vorher erwartet hatte.Mit Ballbesitz starteten die Turnschwestern in die zweite Halbzeit und schafften auch gleich den Ausgleich. Doch Keltern blieb cool und antwortete postwendend mit einem Dreier.Anschließend ging es hin und her, der TKH lag zeitweise sogar in Führung.Beide Teams arbeiteten nun diszipliniert und hielten sich an ihre Vorgaben. Die Hannoveranerinnen suchten das Spiel über die Center oder alternativ Einzelaktionen durch Tarasava.Beide Teams zeigten warum sie an der Tabellenspitze stehen. Keltern war dabei einen Ticken abgeklärter, schaffte es besser als die anderen Teams zuvor die Kreise von Tarasava einzudämmen.Mehr als eine fünf Punkte Führung war für Hannover nicht drin. Nach 46:41 aus Sicht der Niedersächsinnen zog Keltern die Zügel an und ging mit 55:52 mit einem kleinen Vorsprung in die letzte Runde.Leider schaffte Hannover es nun nicht seine Stärke der knappen Spiele auszuspielen. Bei Gleichstand in der 37. Minute ist Keltern einfach abgezockter und schafft trotz aller Personalsorgen das, was man vorher ohnehin erwartet hatte: das Spiel zu gewinnen. Endstand 66:63.Bei Hannover ist man erleichtert, dass es keine Klatsche wie im Vorjahr gab und man sich zudem noch gut behauptet hat.

 Als Fazit der Hinrunde kann man sagen, dass der TKH zurecht dort oben steht, hinter Keltern und Wasserburg und freut sich auf eine hoffentlich ebenso erfolgreiche Rückrunde.Die fängt noch dieses Jahr an, wenn es zum Rückspiel nächstes Wochenende in Wasserburg geht. Dort wird sicherlich nicht so groß aufgefahren wie beim Season Opening in Hannover, aber vielleicht hilft das den Turnschwestern auch „cool“ zu bleiben und sich die Revanche für die Niederlage damals zu sichern. 

Let´s go TKH 

Hannover greift nach den Sternen

Nein, nicht Bayern gegen Dortmund sondern Keltern gegen Hannover heißt das diesjährige Topspiel dahoam. Wie auch in der Fußballbundesliga läuft es in der 1. DBBL zur Zeit anders als in den Vorjahren. Der TKH beschwert sich nicht wie gut es läuft und ist nun im letzten Spiel der Hinrunde froh, ein einziges Mal nicht die Favoritenrolle innezuhaben.

Schon am Samstag reisen die Turnschwestern nach Pforzheim. Im Gegensatz zum Tabellenführer, sind bei Hannover alle Spielerinnen an Bord.  Ansonsten hofft der TKH, dass man in Keltern noch nix von der Treffsicherheit einer Sasha Tarasava gehört hat und die „Großen“ im Team sich mal wieder behaupten können. Dann wäre vielleicht auch ein Sieg drin, auch wenn der Abstand zu den Sternen schon gefühlt eine ganze Dimension ist.

Die Turnschwestern stapeln also tief, gucken mal welche Päckchen Keltern so zu tragen hat und freuen sich auf schwäbische Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt.

Los geht´s am Sonntag um 16Uhr, gewohnte Uhrzeit also – nur ausnahmsweise im Stream – hoffentlich mit dem gewohnt spannendsten Sprecher der Liga!

Let´s go TKH

Lasst uns froh und munter sein…

…denn die Turnschwestern gewinnen ihr letztes Heimspiel in 2019 und sind ungeschlagen im sogenannten „Birkendome“. Es war bei weitem keine Stille Nacht, die die Marburgerinnen in Hannover erwartete. Vor der Halle Foodtrucks, die Burger und Crêpes verkauften, im Vorraum gab es Glühwein und auch in der Halle selbst ging es zu wie beim Basar mit handgemachtem Schmuck und Schals. Dies lud fast ganz Hannover ein und auch aus Marburg haben viele diese lohnenswerte Reise mitgemacht, sodass die Halle fast aus allen Nähten platzte. Und Oh du fröhliche, es ging gleich gut los beim Spiel des Tabellenzweiten gegen den Achten. Hannover hatte den verlorenen Tip-Off noch nicht verdaut, da scorte Theresa Simon schon für 2, bevor Janne Pulk dann aber mit einem Dreier für Hannover antwortete.Marburg, die verletzungsbedingt zwar auf große Tannen- äh Center verzichten mussten, schossen gleich mal alle Kerzen des Adventskranzes von jenseits der Dreipunktelinie aus. Wagner und Baker waren beide gut aufgelegt und erhielten zu oft zu viel Platz von den „festgewachsenen“ Niedersächsinnen.Doch auch die Turnschwestern konnten regelmäßig antworten und so stand es am Ende des 1. Viertels 23:23.Wie alle Spiele wieder, ging zunächst nicht der eigentliche Plan der Mannschaft auf über die Großen zu spielen, stattdessen spielte man das Spiel der Gegner – schnelle Abschlüsse, eher von den „Kleinen“.Im zweiten Viertel lief es dann aber besser für die Turnschwestern, die sich ein paar Punkte Vorsprung herausspielen konnten. Einige Punkte steuerte in diesen Minuten Marleen Peek dazu, bevor sie jedoch bereits in der 14. Minute mit vier Fouls auf der Bank Platz nehmen musste.So war es wieder nix mit dem Centerplay, dafür hieß es dann aber: Süßer die Gardner nie klingen, „SG“ übernahm das Scoring und half dem TKH das zweite Viertel mit zwei Punkten für sich zu entscheiden. Halbzeit: 40:38.In der zweiten Halbzeit kam ganz überraschend vom Himmel hoch – gleich mal das fünfte Foul für Marleen Peek her und ließ sie den Rest des Spiels von der Bank aus zuschauen.Doch da hatten sich Teja Gorsic und Birte Thimm anscheinend besonnen, wie man das mit dem Aufposten gegen kleinere und schmalere Gegner so macht und wurden fortan von den Flügel- und Aufbauspielerinnen gesucht und gefunden. Sie scorten nun Klingglöckchen klingelingeling froh und munter vor sich hin und sorgten für ein erneut gewonnenes drittes Viertel 65:62.Im vierten Viertel ging es dann richtig ab, angeführt von Sasha Tarasava, die bis dahin eher leise dahin rieselte, zu einer zwischenzeitlichen 12 Punkte Führung.Die Auszeit der Marburgerinnen schien zu fruchten, der Vorsprung schmolz auf einen Punkt dahin. Kathie Yohn schien die Hitze aus Australien dafür mit einem Goldhändchen mitgebracht zu haben, schoss sich gerade an der Dreierlinie warm, ehe sie von Coach Unger ausgewechselt wurde. Der Birkendome kochte jedenfalls und das Spiel stand auf Messers Schneide.Wie immer dauerten die letzten zwei Spielminuten gefühlt länger als das gesamte Spiel, es passierten die kleinen Dinge, die unscheinbar wirken aber am Ende das Spiel entscheiden: ein Rebound, der Stephanie Wagner unglücklich ins Aus kugelt, ein kluger Zug zum Korb von Simon, bei dem allerdings der Foulpfiff ausbleibt und im Gegenzug ein kleinlich gepfiffenes Foul im offenen Feld beim Ballvortrag. Diesmal spielte das Schicksal den Hannoveranerinnen in die Hände und so wurde es am Ende dank erfolgreichem Stop the Clock Spiel ein 94:87 Sieg, der dem TKH weiterhin den zweiten Tabellenplatz beschert.Danke an Marburg für die tolle Atmosphäre zum letzten Heimspieltag, Respekt vor der klasse Leistung trotz fehlender Centerspielerinnen und Genesungswünsche an die Verletzten.Für die Turnschwestern geht es nun nochmal in die weite Welt für die letzten beiden Spiele im Jahr 2019. Zunächst kommt es zum Topspiel in Keltern, beim Tabellenersten, der bisher ungeschlagen ist. Jedoch zitterte sich Keltern in den letzten beiden Spielen jeweils mit einem Punkt und einmal in Overtime zum Sieg. Mal sehen ob die Sterne bereits kalte Füße haben und dort für die TKH Damen ein Geschenk unterm Baum liegt?Kurz vor Weihnachten geht es dann in den Süden. Die Flüge der Importspielerinnen sind ab München gebucht, da kann man doch nochmal kurz in Wasserburg vorbeischauen und sich eventuell für die Niederlage im großen Season Opening revanchieren. Aber das sind alles Zukunftspläne, wir gönnen uns noch einen Glühwein auf den Sieg und schunkeln zu Last Christmas…

Let´s go TKH