Die Gründe für den Traumstart der TKH-Luchse

Die TKH-Luchse harmonieren unter der neuen Trainerin Sidney Parsons in der Basketball-Bundesliga der Frauen
Foto: © Florian Petrow

Bericht vom 07.10.2021 im Sportbuzzer

Drei Spiele, drei Siege: Die TKH-Luchse harmonieren unter der neuen Trainerin Sidney Parsons in der Basketball-Bundesliga der Frauen. Am Sonntag kommt Düsseldorf.

Drei Siege aus drei Spielen, Platz zwei in der ersten Basketball-Bundesliga – den TKH-Luchsen ist ein Traumstart gelungen. Es war nicht immer alles perfekt in den Partien, aber die Grundtendenz stimmt: Der TKH wird nicht erneut so eine schlechte Saison spielen wie im Vorjahr, als es nur zum vorletzten Platz reichte und Hannover erstmals die Play-offs verpasste. Wir erklären vorm nächsten Heimspiel (Sonntag, 16 Uhr) gegen Düsseldorf die Gründe für den erfolgreichen Beginn der neuen Luchse.

Die gute Vorbereitung: Trainerin Sidney Parsons hatte rund acht Wochen, um sich mit dem TKH auf die Saison vorzubereiten – das sind zwei, drei Wochen länger als üblich. Zwar fielen einige Testspiele und die Pokalpartie aus, aber Parsons und der TKH nutzten die Zeit gut. Die Intensität des Trainings war enorm.

Die Kaderzusammenstellung: Nur Aliaksandra Tarasava, Finja Schaake, Tessa Stammberger, Karolin Tzokov und Lara Rohkohl sind geblieben, den Rest suchten sich Teamchef Rodger Battersby und Trainerin Parsons neu zusammen. Parsons brachte gleich drei Spielerinnen aus Wasserburg (Kelly Moten, Anne Zipser und Helena Eckerle) mit, das macht die Eingewöhnung einfacher und schneller. Auch die anderen Zugänge Samantha Roscoe, Scharfschützin Aldona Morwawiec und Patricia Brossmann schlugen bisher voll ein.

Die Center-Spielerinnen: In den ersten Spielen stachen vor allem die Hochgewachsenen hervor – und das nicht, weil sie groß sind. Roscoe und Zipser liefern unterm Korb zuverlässige Arbeit ab, praktisch ohne technische Aussetzer. Das ließ sich von ihren Vorgängerinnen nicht behaupten. Auch stark: Po­wer Forward Brossmann.

Die Führungsspielerinnen: Kapitänin Tarasava hat jetzt Spielmacherin Moten an ihrer Seite. Die US-Amerikanerin ließ ihre Qualität schon mehrfach aufblitzen. Ihr Paket (Ruhe, Übersicht, Treffsicherheit, Zug zum Korb, Technik) ist überragend. Noch wichtiger: Sie harmoniert mit Tarasava und entlastet sie. In der Vergangenheit oft der Fall: Funktioniert Tarasava nicht, funktioniert der TKH nicht. Die Zeiten sind vorbei.


Trainerin Parsons ist einer der Hauptfaktoren

Die Trainerin: Sie ist ganz sicher einer der Hauptfaktoren für den neuen Erfolg des TKH: Sidney Parsons. Sie ist sehr kommunikativ, geht auf die Spielerinnen zu – und respektvoll mit ihnen um. Unmittelbar vor jedem Spiel führt sie noch Einzelgespräche, gibt jeder der Spielerinnen – auch dem Ersatz – so das Gefühl, ganz dabei zu sein. Parsons bereitet sich extrem akribisch auf die Gegner vor. Und sprüht nur so vor Energie. Diese Leidenschaft überträgt sich aufs Team. „Ich erwarte, dass meine Mannschaft mir immer alles gibt – und ich gebe immer alles zurück“, sagt sie. „Wir alle müssen 40 Minuten kämpfen – also auch ich.“

Die Teamchemie: „Wir verstehen uns auf dem Court und außerhalb sehr gut“, sagte Finja Schaake schon während der Vorbereitung. Das bestätigt sich jetzt auf dem Feld. Jede kämpft für die andere. Trotz starker Leistungen einzelner Spielerinnen war für die Erfolge immer das ganze Team verantwortlich. Auch die Spielerinnen, die die meiste Zeit auf der Bank sitzen, feuern die Kolleginnen auf dem Feld bedingungslos an.

Die Konstanz: Der TKH zeigt zwar Schwächen, stellt sie aber immer wieder schnell ab. Selbst bei hohen Führungen schaltet Hannover nicht einen Gang zurück, wird nicht nachlässig. „Das braucht es, um am Ende oben mitzuspielen“, weiß Teamchef Battersby.

Quelle: Sportbuzzer / Simon Lange

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