Die Quotientenregel ist jetzt fix: Demnach treffen die Basketball-Luchse des TKH in der ersten Runde der Play-offs auf Meister Keltern. Die Termine stehen fest. Am kommenden Wochenende geht es jedoch für Hannover zunächst im Final 4 um den Pokalsieg.

Von Simon Lange (Neue Presse)

Am Montagnachmittag war es amtlich: Die Hauptrunde der Basketball-Bundesliga der Frauen ist beendet. Die Abschlusstabelle wird per Quotientenregelung ermittelt. Das haben die drei Gesellschafter der DBBL GmbH einstimmig entschieden. Alle noch ausstehenden Nachholspiele sind gestrichen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu dem Beschluss und den Folgen für die TKH-Luchse aus Hannover.

Auf welchem Platz liegt der TKH jetzt?

Hannover belegt nach der neuen Regelung nur noch Rang sechs. Nach der herkömmlichen Berechnung wäre es nach dem Spieltag am Sonntag Platz fünf gewesen. Hannover hätte aber noch ein Nachholspiel gegen Keltern gehabt – das hat sich jetzt erledigt.

Auf wen trifft der TKH jetzt in den Play-offs?

Das Team von Trainerin Sidney Parsons muss gegen den Drittplatzierten ran – Meister Keltern. Das Hinspiel gewann Hannover, das Rückspiel kam nie zustande. Dreimal verhinderte ein jeweiliger Corona-Alarm die Begegnung. Die Süddeutschen haben Heimrecht in der Serie Best-of-Three. Das heißt: Es sind zwei Siege zum Weiterkommen nötig.

Wann sind die Termine?

Das erste Spiel findet am 27. März (Sonntag) in Keltern statt, das zweite Spiel in Hannover am 1. April (Freitag). Falls erforderlich kommt es am 3. April zum Entscheidungsspiel in Keltern. Die Halbfinals beginnen am 9. und 10. April. Weitere Termine: der 16. April (Spiel zwei) und falls nötig der 18. April.

Wie lauten die anderen Viertelfinalpaarungen?

Die favorisierten Rheinland Lions treffen auf die Royals Saarlouis, die Eisvögel Freiburg auf BC Marburg und der Herner TC auf Osnabrück.

Wie reagiert der TKH?

Durchmischt. Das Erreichen der Play-offs war nach dem durch die Corona-Sonderregelung verhinderten Abstieg in der vergangenen Saison das Minimalziel. „Definitiv besser als letzte Saison“, bilanziert denn auch Kapitänin Aliaksandra Tarasava die Hauptrunde mit einem Augenzwinkern. Noch besser wäre ein Platz in den Top 4 gewesen, der das Heimrecht in der ersten Play-off-Runde bedeutet hätte. Ein Ziel, das der TKH seit der Bundesliga-Zugehörigkeit stets verpasst hat. Diese Saison wäre es möglich gewesen. Doch eine wochenlange Corona-Zwangspause brachte Hannover aus dem Tritt. Verspielt haben die Luchse es mit der Pleite vergangene Woche in Saarlouis. „Es war keine normale Saison, es war echt hart. Mit vielen Corona-Fällen und Verletzten. Aber wir versuchen, es positiv zu sehen“, sagt Tarasava. „Wir leben in verrückten Zeiten.“ Hannover gehörte nicht zu den Befürworter der Quotientenregelung, weil sie davon nicht profitieren. Der TKH wird praktisch indirekt dafür bestraft, dass er schon so viele Nachholspiele auf dem Konto hat, die den Quotienten runterziehen. Dennoch trägt Hannover die alternativlose Entscheidung der DBBL voll mit.

Wie geht es mit dem TKH weiter?

Mit dem Pokal. Am Wochenende steht das Final 4 in Herne an. Die Luchse treffen auf den Gastgeber, im anderen Halbfinale stehen sich Keltern und die Rheinland Lions gegenüber. „Wir sind bereit“. sagt Tarasava. Ihre Erwartung: „Die Goldmedaille.“

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.