Foto: Stefan Tscherisch

TKH-Sieg gegen ALba. Luchse wirbeln nur in Hälfte eins. Trainerin Parsons mahnt mehr Konstanz an.

Teils ist es Ju­bel, teils Staunen: Nach ih­rem dritten Dreier im ersten Viertel läuft Jovita Ossowska mit erhobenen Armen und ei­nem Lächeln zurück. Es klappt anfangs einfach alles für die TK-Hannover-Luchse in der Basketball-Bundesliga. Sie entscheiden die Partie ge­gen Alba Berlin früh, siegen mit 66:48 – und bekommen am Ende stehenden Applaus, obwohl sie in der zweiten Halbzeit bedenklich nachgelassen haben.„Der Start war optimal. Aber nur 21 Punkte nach dem Wechsel sind zu wenig, wir müssen da wirklich konstanter spielen“, betont Trainerin Sidney Parsons und checkt dabei stirnrunzelnd die Statistik.

Keine zwei Minuten waren rum, da lagen die Gäste mit 0:7 hinten, Coach Cristo Ca­bre­ra nahm die erste Auszeit. In der Tierwelt sind Al­ba­tros­se dafür bekannt, große Pro­ble­me beim Start zu haben. In der gut be­such­ten Otfried-Preußler-Halle sorgten die Luchse da­für, dass Alba nicht vom Bo­den kam. Und das taten sie spektakulär, mit hohem Tempo und sehenswerten Kombinationen unter dem Korb. Bei dem verunsicherten Aufsteiger hingegen klappte fast nichts, die Wurfquote war arg schwach.Bis zur ersten Pause führten die Luchse mit 28:6, nur danach gingen sie es kurz etwas zu lässig an. Das mochte daran liegen, dass Finja Schaake nach ihrem Korb den Ball sofort wiederbekam und erneut traf – ein Doppelschlag nach krassem Alba-Patzer. Aber ganz von allein ging es eben doch nicht. Bis zum Seitenwechsel war der Vorsprung allerdings angewachsen, es hieß 45:16. Die Luchse wirbelten weiter.

Mit Stefanie Grigoleit, Le­na Gohlisch und Tessa Stammberger spielen inzwischen drei Ex-Hannoveranerinnen in Berlin. Und auch Aliak­san­dra Tarasava, in der Vorsaison noch TKH-Kapitänin, gehört nun als Teil des Trainerstabs zum Alba-Tross. Sie schienen machtlos gegen den Tabellenführer und dessen starke Spielmacherin Da­ra Taylor.

Aus dem 23:53 machte Alba indes bis zum Ende des dritten Abschnitts ein 33:53. Die Berlinerinnen attackierten Taylor nun entschlossener, plötzlich wirkte der TKH flügellahm und machte viele Fehler. Viereinhalb Minuten vor dem Ende waren die Al­ba­tros­se auf zehn Punkte he­ran­ge­kom­men (45:55). Wirklich gefährlich an Flughöhe gewannen die Gäste je­doch nicht mehr.Lesen

„Auch wir als Tabellenführer können nicht jedes Spiel mit einem Schönheitspreis gewinnen“, sagte Luchse-Teamchef Rodger Battersby, „Alba hatte in der ersten Halbzeit keine Chance, wir ha­ben uns dann von deren Spielweise anstecken lassen.“ Eine schöne Aktion gab es nach Abpfiff von beiden Teams, sie setzten ein Zeichen für die Rechte von Frauen im Iran.TKH-Punkte: Rizor 27, Os­sows­ka 13, Schaake 6, Stockton 6, Brabencova 6, Taylor 4, Jongeling 2, Roscoe 2.

Stefan Dinse, Neue Presse

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